Im Juli 2019 im Badischen Tagblatt:

Entstehung

Die ersten Ideen zum „Lichtwerk“ kamen uns im Frühjahr 2017. Wir wollten einen Raum, in dem jeder die Möglichkeit hat, so Gottesdienst zu feiern, wie er möchte. Um unsere Idee in die Tat umsetzen zu können, musste der Pfarrgemeinderat zustimmen. Wir reichten einen Antrag ein und im Juni hatten wir dann das OK, dass wir den hinteren Bereich der Seitenkapelle in St. Bernhard dafür bekommen. Wir stellen gleich die Bänke auf die Seite (der vordere Bereich der Seitenkapelle ist unverändert, nur kürzer) und begannen mit den Planungen.

Unsere erste Idee von einem runden Raum mussten wir relativ schnell verwerfen, da dies bautechnisch zu kompliziert und dann zu teuer gewesen wäre. So entstand die Idee eines mehr-eckigen Raumes, der aber nicht symmetrisch ist. Zwei selbst designte Kreuze, die in zwei Wandabschnitte reingesägt werden, stellen die Verbindung zum Alltag und zur Gemeinde dar.

Nachdem wir unser Konzept erarbeitet hatten, konnten wir erneut einen Antrag, diesmal auf Finanzierung, im Pfarrgemeinderat stellen. Diesem wurde erneut zugestimmt.

Bei der Vergabe der Trockenwandarbeiten half uns der Stiftungsrat und so konnte bereits Mitte August mit den Arbeiten an der Jugendkirche begonnen werden. Für alle Beteiligten war von vornherein klar, dass wir mit soviel Eigenleistung wie möglich, die Jugendkirche bauen, v.a. um Kosten zu sparen. Nach dem Fertigstellen der Wand, konnten wir mit unseren Arbeitseinsätzen beginnen: Es wurden Kabel verlegt, Heizungen eingebaut, die Wände gestrichen, eine Unterkonstruktion für den Boden verlegt und wir testeten verschiedene Strahler und Lichtbänder. Die Kreuze wurden mit LED-Lichtbändern ausgestattet, die Plexiglasscheiben mit Milchglasfolie bezogen und dann in den Wänden befestigt. Sicherlich ein Highlight der ganzen Arbeit war neben den unzähligen Arbeitseinsätzen die „Nachtschicht“ in der wir von 18:00 Uhr abends bis 5:30 Uhr morgens mit viel Spaß und Freude in und an unserer Jugendkirche gearbeitet haben. Eins der letzten Dinge, die getan werden musste, war die Verlegung des Teppichbodens.

Während der gesamten Bauphase trafen wir uns zu den Planungssitzungen immer in der Baustelle und es fanden schon die ersten Angebote darin statt, die sog. Baustellengebete.

Für uns ist es wichtig, einen Raum zu haben, in dem jeder nach seinen Vorstellungen Gottesdienst feiern oder Impulse machen kann. Deswegen hat das Lichtwerk auch keine feste Inneneinrichtung, außer das Licht. Auch gibt es keinen Mittelpunkt. So steht es jeder Gruppe, die den Raum nutzt frei, die Einrichtung selbst zu wählen. Im Vorraum gibt es dazu Stühle, Sitzkissen, Lautsprecher und weitere Dinge, die man in den Raum hineinnehmen kann, aber nach Verlassen auch wieder wegräumt.

Die ganze Baugeschichte mit weiteren Bildern findest du auf unserem Baustellen-Blog.

Einweihung

Am 02. Dezember 2017 wurde unsere harte Arbeit belohnt und das Lichtwerk wurde von unserem Erzbischof Stephan eingeweiht.